Stand: · Quellen (4) · redaktionell recherchiert, keine Produkttests
- Die Matratze soll nach Aussage der Fachstellen fest, eben und luftdurchlässig sein, das Kind darf nicht einsinken.
- Sie muss genau in den Stubenwagen passen und darf nicht verrutschen; welche das ist, legt die Anleitung des Herstellers fest.
- Zwei Seiten helfen weiter: Maße messen und Passform prüfen, und der Spalt zwischen Matratze und Seitenwand.
Was Fachstellen über die Matratze schreiben
Die Matratze ist der Teil des Stubenwagens, den das Baby am unmittelbarsten spürt, und der, über den die Fachstellen am meisten schreiben. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nennt eine „möglichst feste, luftdurchlässige Kindermatratze“; sie solle nicht dicker als zehn Zentimeter und eher fest sein, das Kind solle beim Liegen nicht einsinken. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit schreibt: „Die Kinderbettmatratze sollte fest sein, damit das Kind nicht darin versinken kann.“ Außerdem solle das Bett eben stehen und die Matratze eben liegen, nicht schräg. Das gilt für jedes Babybett, also auch für den Stubenwagen.
Dahinter steht ein einfacher Gedanke: Das Baby soll beim Liegen nicht einsinken, und es soll nicht unter oder neben die Matratze rutschen können. Für Eltern heißt das, dass weiche, nachgiebige Matratzen, Auflagen oder Polster im Stubenwagen nichts zu suchen haben. Die wichtige Frage lautet also nicht „welche Marke“, sondern „fest, eben, passend“.
Passform vor Komfort
Beim Stubenwagen spielt die Passform eine größere Rolle als bei einem Standardbett, weil Stubenwagen in Form und Größe sehr unterschiedlich sind. Das Bundesinstitut rät beim Bettenkauf, die Matratze am besten zusammen mit dem Bett zu kaufen, „dass sie optimal in das Bett hineinpasst und nicht hin- und herrutschen kann“. Wer die Matratze einzeln kauft, muss selbst messen. Wie das geht und worauf zu achten ist, erklärt die Seite Stubenwagenmatratze: Maße und Passform.
Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Angaben des Herstellers lesen, dann messen, dann kaufen und zuletzt die Passform im Bett prüfen. Wenn die Anleitung eine bestimmte Matratze vorschreibt, bestellen Sie genau diese oder fragen den Hersteller, ob eine andere zulässig ist. Das ist keine Pedanterie; es geht darum, dass zwischen Matratze und Seitenwand keine Lücke bleibt, in die ein Kind rutschen könnte.
Der Spalt zum Rand
Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder schreibt für Reisebetten: „Die Matratze sollte fest im Bett liegen, ohne zu verrutschen. Es darf kein Spalt zwischen Matratze und Seitenteil entstehen, wo dein Kind reinrutschen könnte.“ Wie groß ein Spalt höchstens sein darf, nennt für Stubenwagen keine amtliche Quelle; hier zählt die Vorgabe des Herstellers. Auf der Seite Spalt zwischen Matratze und Rand steht, wie Sie prüfen, ohne ein Maß erfinden zu müssen.
- Anleitung Stubenwagenmatratze: Maße und Passform
Innenmaß messen, Passform prüfen und typische Fehler beim Kauf vermeiden.
- Sicherheit Spalt zwischen Matratze und Rand: Warum er zählt
Was Fachstellen zur Lücke zwischen Matratze und Seitenwand schreiben und was die Anleitung vorgibt.
Fünf Fragen vor dem Kauf einer Matratze
- Welche Matratze sieht die Anleitung vor? Maße, Dicke und gegebenenfalls Form stehen dort. Das ist der Ausgangspunkt für alles Weitere.
- Wie groß ist das Innenmaß meines Stubenwagens tatsächlich? Nachmessen vermeidet Überraschungen, vor allem bei Weide und Holz.
- Wie dick darf die Matratze sein? Das Bundesinstitut nennt als Obergrenze zehn Zentimeter, im Stubenwagen kann die vorgesehene Dicke darunter liegen.
- Ist das Bett gebraucht? Dann kaufen Sie die Matratze neu, wie es das Bundesinstitut empfiehlt.
- Liegt am Ende genau eine Matratze im Bett, ohne Spalt und ohne Auflage? Das prüfen Sie nach dem Einlegen mit der Hand.
Wenn Sie eine Frage nicht beantworten können, fragen Sie den Hersteller, bevor Sie kaufen. Das spart die Rücksendung und vermeidet, dass eine nicht passende Matratze im Stubenwagen landet.
Gebrauchter Stubenwagen: Matratze neu
Beim Kauf eines gebrauchten Bettchens empfiehlt es sich laut Bundesinstitut, die Matratze neu zu kaufen. Der Rest des Betts kann gebraucht sein, wenn Zustand und Anleitung stimmen. Die vollständige Besichtigungsliste steht auf der Seite Stubenwagen gebraucht kaufen: Checkliste.
Nur eine Matratze, keine Auflage
Für Reisebetten schreibt die BAG: „Benutze nie mehr als eine Matratze: Wenn sich zwei Matratzen verschieben, könnte dein Kind darunterrutschen.“ Das lässt sich sinngemäß auf den Stubenwagen übertragen: Eine zusätzliche Auflage, ein Topper oder eine zweite Matratze ist weder vorgesehen noch empfohlen. Ob im Einzelfall eine Auflage zulässig ist, entscheidet allein die Anleitung des Herstellers.
Eine besondere Frage stellt die wasserdichte Unterlage. Die Broschüre aus Baden-Württemberg rät davon ab, weil eine solche Unterlage luftundurchlässig sei und deshalb zur Überwärmung beitragen könne. Wir geben das als Aussage einer einzelnen Quelle wieder; Näheres steht auf der Seite Zubehör für Stubenwagen.
Was diese Seiten nicht behandeln
Wir sprechen hier nicht über Härtegrade, Schadstoffsiegel oder einzelne Materialien, und wir bewerten keine Matratzen gegeneinander. Zu diesen Fragen geben die Fachstellen, auf die wir uns stützen, keine Auskunft, die sich ohne Einordnung weitergeben ließe. Erwachsenen- oder Jugendmatratzen sind nicht Thema dieser Website. Wenn Sie eine Entscheidung zwischen zwei konkreten Babymatratzen treffen müssen, sprechen Sie mit dem Hersteller Ihres Stubenwagens oder mit Ihrer Kinderärztin, Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme.
So geht es weiter
Wenn die Matratze steht, richten Sie den Rest des Stubenwagens nach der Anleitung Stubenwagen einrichten ein und gehen vor der ersten Nacht die Checkliste durch. Alle Empfehlungen zum Babyschlaf mit Quellen finden Sie unter Schlafen im ersten Lebensjahr.
Diese Seite ist eine allgemeine Information nach anerkannten Empfehlungen öffentlicher Stellen und Fachgesellschaften (siehe Quellen). Sie ersetzt weder die Gebrauchs- oder Montageanleitung Ihres Produkts noch die Beratung durch Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme. Im Zweifel gilt die Anleitung des Herstellers; bei Unsicherheit den Stubenwagen nicht benutzen, bis die Frage geklärt ist.