Stand: · Quellen (13) · redaktionell recherchiert, keine Produkttests
Orientierung nach anerkannten Empfehlungen, ersetzt keine Beratung durch Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme. Maßgeblich für Ihr Produkt ist immer die Gebrauchsanleitung des Herstellers.
- Fachstellen empfehlen übereinstimmend: Baby auf den Rücken, auf eine feste und ebene Matratze, ohne Kissen, Nestchen, Decken oder Felle, im Schlafsack, im eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern.
- Diese Seite gibt die Empfehlungen mit Quelle wieder und benennt, wo die Stellen leicht voneinander abweichen; sie gewichtet nicht und berät nicht.
- Für jedes Thema gibt es eine Vertiefung; für Ihr konkretes Produkt gilt zuerst die Gebrauchsanleitung, bei Fragen zum Kind die Kinderärztin, der Kinderarzt oder die Hebamme.
So lesen Sie diese Seite
Rund um den Babyschlaf kursieren viele Faustregeln, Händlerversprechen und Erfahrungsberichte. Diese Website verzichtet darauf und stützt sich bei allem, was das Schlafen des Babys betrifft, auf Veröffentlichungen öffentlicher Stellen und Fachgesellschaften. Wir fassen zusammen, was dort steht, geben an, welche Stelle es schreibt, und verlinken die Originalseite. Wo wörtlich zitiert wird, steht der Satz in Anführungszeichen. Wo wir zusammenfassen, steht „laut“ und der Name der Stelle davor.
Die Empfehlungen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit beruhen laut dessen Quellenangaben auf dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Elterninformation „Sicherer Schlaf für mein Baby“ der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (AWMF-Nr. 063-002, Stand 11/2022). Die ärztliche Leitlinie richtet sich in erster Linie an Fachpersonal; wir nennen sie, wenn sie eine Empfehlung stützt, und übernehmen aus ihr keine Zahlen.
Die Fachstellen geben weitere Empfehlungen, etwa zu Stillen und Schnuller, die über das Thema dieser Website hinausgehen; bitte lesen Sie sie in den verlinkten Quellen nach. Ebenso beantworten wir keine Fragen zur Entwicklung oder Gesundheit Ihres Kindes. Dafür sind Kinderärztin, Kinderarzt und Hebamme zuständig.
Rückenlage
Alle genannten Stellen sind sich hier einig. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit schreibt: „Legen Sie Ihr Baby deshalb grundsätzlich zum Schlafen auf den Rücken.“ Die Seitenlage ist laut Bundesinstitut nicht empfehlenswert, weil sich das Baby im Schlaf auf den Bauch drehen könnte. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit formuliert: „Das Baby sollte vom ersten Tag an immer - auch am Tage - auf dem Rücken schlafen.“ Die Sozialbehörde Hamburg bezeichnet die Rückenlage als „die sicherste und beste Schlafposition“, ein Satz, den wir hier ausdrücklich als Aussage der Behörde wiedergeben.
Die Bauchlage kommt in den Quellen nur für wache Babys vor: Nach dem Bundesinstitut kann man das wache Baby tagsüber öfter auf den Bauch legen, wenn man es gut beobachten kann. Auch die ärztliche Leitlinie nennt die Bauchlage nur für die Zeit, in der das Kind wach ist und beobachtet wird.
Feste und ebene Unterlage
Die ärztliche Leitlinie nennt eine „feste und horizontale (d. h. keine schräge) Unterlage“. Das Bundesinstitut ergänzt: „Das Bett und die Matratze sollten eben, also nicht schräg stehen bzw. liegen.“ Zur Matratze selbst schreibt das Bundesinstitut, sie solle möglichst fest und luftdurchlässig sein, nicht dicker als zehn Zentimeter, und das Kind solle beim Liegen nicht einsinken. Das Bayerische Landesamt schreibt: „Die Kinderbettmatratze sollte fest sein, damit das Kind nicht darin versinken kann.“ Wie Sie die Passform prüfen, steht auf der Seite zur Matratze im Stubenwagen.
Nichts Loses im Bett
Das Bundesinstitut: „Nestchen, Schaffelle oder eine Bettumrandung haben im Babybett nichts zu suchen.“ Außerdem solle man im ersten Lebensjahr auf ein Kopfkissen verzichten sowie auf Wärmflaschen, Heizkissen, dicke Bettdecken und Felle. Die Sozialbehörde Hamburg: „Bettdecken gehören nicht in Babybetten.“ Das Landesamt Bayern warnt davor, dass ein Kind unter Kissen, Nestchen, Decken oder Kuscheltieren ersticken kann. Zum Kuscheltier gehen die Aussagen leicht auseinander, dazu unten mehr. Die ausführliche Einzelaufstellung steht auf der Seite Nestchen, Kissen, Kuscheltiere.
Schlafsack statt Decke
Laut Bundesinstitut empfiehlt sich statt einer Zudecke ein Schlafsack; sein Halsausschnitt solle nicht größer sein als der Kopf des Kindes, damit es nicht hineinrutschen kann. Das Ministerium Baden-Württemberg rät in seiner Broschüre, Schlafsack und Decke nicht zu kombinieren. Details zu Größe und Passform finden Sie unter Schlafsack statt Decke.
Temperatur im Schlafzimmer
Fachstellen nennen als Orientierung für das Schlafzimmer etwa 18 °C: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und die ärztliche Leitlinie zur Prävention des Plötzlichen Säuglingstods bezeichnen 18 °C als optimal, das Bayerische Landesamt für Gesundheit rät, das Schlafzimmer auch im Winter nicht wärmer als etwa 18 °C zu halten; die Elternbroschüren aus Baden-Württemberg und Berlin nennen 16 bis 18 °C. Ob es Ihrem Kind zu warm ist, prüfen Sie laut diesen Stellen zwischen den Schulterblättern (Haut warm, nicht verschwitzt). Mehr dazu unter Raumtemperatur im Schlafzimmer.
Im Elternschlafzimmer, aber im eigenen Bett
Fachstellen empfehlen übereinstimmend, dass das Baby im Schlafzimmer der Eltern schläft, aber im eigenen Bett – nicht im Elternbett. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und das LGL Bayern nennen dafür das erste Lebensjahr, die ärztliche Leitlinie betont vor allem die ersten sechs Lebensmonate, die Broschüre Baden-Württemberg nennt sogar die ersten beiden Lebensjahre. Zur Umgebung schreibt das Bundesinstitut: „Achten Sie auf eine rauchfreie Umgebung – nachts ebenso wie tagsüber“. Ein Stubenwagen oder ein Beistellbett ist eine Möglichkeit, diesen eigenen Schlafplatz im Elternzimmer einzurichten.
Die Empfehlungen im Überblick
Die Tabelle fasst zusammen, was die Seiten oben ausführen. Sie ersetzt nicht das Lesen der Quellen; die Spalte „Abgerufen“ nennt den Tag, an dem wir die Seite gelesen haben.
| Thema | Aussage der Fachstelle | Quelle | Abgerufen |
|---|---|---|---|
| Schlafposition | Auf den Rücken legen; Seitenlage nicht empfehlenswert; Bauchlage nur wach und beobachtet | BIÖG; LGL Bayern; ärztliche Leitlinie | 20.10.2026 |
| Unterlage | Fest und horizontal, nicht schräg; Matratze fest, luftdurchlässig, Kind sinkt nicht ein | Ärztliche Leitlinie; BIÖG; LGL Bayern | 20.10.2026 |
| Nichts Loses | Keine Nestchen, Felle, Bettumrandung, kein Kopfkissen im ersten Lebensjahr, keine Bettdecken | BIÖG; Sozialbehörde Hamburg | 20.10.2026 |
| Kuscheltier | Strengere Fassung: nichts ins Bett, was die Atemwege verlegen kann; andere Stellen lassen höchstens ein kleines zu | BIÖG; Berlin; Baden-Württemberg; LGL Bayern | 20.10.2026 |
| Schlafsack | Statt Zudecke; Halsausschnitt nicht größer als der Kopf; nicht mit Decke kombinieren | BIÖG; Baden-Württemberg | 20.10.2026 |
| Temperatur | Etwa 18 °C bzw. 16 bis 18 °C je nach Stelle; Kontrolle zwischen den Schulterblättern | BIÖG; LGL Bayern; Baden-Württemberg; Berlin | 20.10.2026 |
| Ort | Im Elternschlafzimmer, im eigenen Bett; rauchfreie Umgebung | BIÖG; LGL Bayern; ärztliche Leitlinie; Baden-Württemberg | 20.10.2026 |
Wo die Quellen leicht abweichen
Wir lösen Abweichungen nicht auf, sondern benennen sie, damit Sie sehen, dass es keine einheitliche Zahl gibt, hinter der sich eine Seite verstecken könnte.
Temperatur: Etwa 18 °C nennen das Bundesinstitut, die ärztliche Leitlinie und, als Obergrenze, das Landesamt Bayern. Die Broschüren aus Baden-Württemberg und Berlin nennen 16 bis 18 °C. Die Seite zur Raumtemperatur geht darauf ein.
Kuscheltiere: Das Bundesinstitut rät in einer Veröffentlichung, nichts ins Bett zu geben, was die Atemwege verlegen kann, „z. B. ein Kuscheltier“; in einer anderen Veröffentlichung heißt es, wenn überhaupt, nur ein kleines Kuscheltier. Das Berliner Informationsblatt sagt kurz „Keine Kuscheltiere“, die Broschüre aus Baden-Württemberg ergänzt, das Kind brauche sie im Schlaf nicht. Wir folgen auf dieser Website der strengeren Fassung.
Dauer im Elternzimmer: erstes Lebensjahr, vor allem die ersten sechs Lebensmonate oder die ersten beiden Lebensjahre, je nach Stelle. Einig sind sich alle darin, dass das Baby im eigenen Bett schlafen soll.
Himmel: Fachstellen raten bei langen Himmeln, Moskitonetzen und losen Stoffen ab. Wir empfehlen auf dieser Website keinen Himmel und führen keinen in unserer Produktauswahl.
Ein Wort zu Überwachungsgeräten
Im Handel erhältliche Beobachtungsgeräte wie spezielle Matratzen und Schlafunterlagen senken laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nicht das Risiko für einen plötzlichen Säuglingstod und werden ausdrücklich nicht empfohlen; die ärztliche Leitlinie sieht keine Evidenz, dass Heimmonitore das Risiko senken. Die Seite des Bundesinstituts zu Babyüberwachungsgeräten erklärt, was Geräte können und was nicht. Auf dieser Website behandeln wir keine Überwachungsgeräte.
Wo es weitergeht
Wenn Sie gerade einrichten, lesen Sie Stubenwagen einrichten; wenn alles steht, hilft die Checkliste vor der ersten Nacht. Wer noch zwischen den Bauformen schwankt, findet in der Entscheidungshilfe den Vergleich; alle Varianten brauchen dieselbe Schlafumgebung, wie sie hier beschrieben ist. Wer gebraucht kaufen will, liest vorher die Checkliste für den Gebrauchtkauf.
Diese Seite ist eine allgemeine Information nach anerkannten Empfehlungen öffentlicher Stellen und Fachgesellschaften (siehe Quellen). Sie ersetzt weder die Gebrauchs- oder Montageanleitung Ihres Produkts noch die Beratung durch Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme. Im Zweifel gilt die Anleitung des Herstellers; bei Unsicherheit den Stubenwagen nicht benutzen, bis die Frage geklärt ist.